Termine


01.03.2024 - 16:00 Uhr:   Wasserretter-Übung Weiher Regenhütte
01.03.2024 - 19:30 Uhr:   Monatsversammlung
02.03.2024 - 10:00 Uhr:   Winterschwimmen Nittenau

Wasserwacht ist gut aufgestellt

Ein Drittel der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche – Aus der Jahreshauptversammlung 

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Zahlreiche Mitglieder der Wasserwacht wurden für ihren aktiven Dienst gewürdigt. Im Bild die Geehrten mit Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger (li.), stellvertretendem Kreisgeschäftsführer Christian Aulinger (4.v.l.) und Wasserwacht-Vorstand Michael Urmann (2.v.re.).

  

Es läuft aktuell gut bei der BRK-Wasserwacht. Vorsitzender Michael Urmann konnte bei der Jahreshauptversammlung im BRK-Haus über zahlreiche Aktivitäten im abgelaufenen und von einem vollen Terminkalender für das laufende Jahr berichten.

Neben den 30 erschienenen Mitgliedern begrüßte Urmann den stellvertretenden Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes, Christian Aulinger, den Vertreter der Kreiswasserwacht, Willi Sitzberger, BRK-Bereitschaftsleiter Michael Karl und Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger. Bei einer Gedenkminute erinnerte der Vorsitzende an die verstorbenen Mitglieder, unter ihnen Kreisgeschäftsführer Günther Aulinger.

Der stellvertretende Technischer Leiter Maxe Gehr berichtete von vier Einsätzen und je einer Vermisstensuche in Zwiesel und Teisnach. Im Rahmen des Gewässerschutzes war man bei der Errichtung einer Ölsperre im Großen Regen in Bayerisch Eisenstein gefordert und am Fällenrechen wurden Filmaufnahmen im Gewässer abgesichert. Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft wurden teilweise bei winterlichen Temperaturen Übungen für die Wasserretter auf der Donau, am Regen und im Regenhüttler Badeweiher abgehalten. Sechs Rettungsschwimmer nahmen am traditionellen Winterschwimmen in Nittenau teil.
An Fortbildungsmaßnahmen nannte Gehr insbesondere die Re-zertifizierung am Defibrillator (AED), die Herz-Lungen-Wiederbelebung und den BOS-Funk. Geübt wurde auch mit dem Motorboot auf der Donau und bei einer Schlauchbootfahrt auf dem Regen von Regenhütte bis Zwiesel.
 
Beteiligt hat sich die Wasserwacht am Tag der Rettungskräfte im Gustav-Kagerbauer-Stadion und am Sicherheitstag an der Zwieseler Grundschule. Die örtliche BRK-Bereitschaft hat man beim SAN-Dienst am Grenzlandfest unterstützt. Erfreulich sei, so Gehr, dass fünf Mitglieder die aufwendige Ausbildung zum Wasserretter auf sich genommen haben und zwischenzeitlich die Schnelleinsatzgruppe verstärken. Zwei Mitglieder absolvierten erfolgreich die SAN-Ausbildung. Nach der pandemiebedingten Pause konnten letztes Jahr wieder zwei Schwimmkurse durchgeführt werden. Von den 30 Kindern erreichte gut ein Drittel das Seepferdchen-Abzeichen.
 
Neu angeschafft wurden sechs persönliche Schutzausrüstungen für die Wasserretter, ein Standuppaddleboard (SUB) und ein Notfallkoffer. Daneben war eine umfangreiche Wartung des Motorbootes erforderlich.
 
Vorstand Urmann berichtete von einem stabilen Mitgliederstand, wobei man aktuell die Marke von 300 wieder überschritten habe. Erfreulich sei, dass Kinder und Jugendliche fast ein Drittel der Mitglieder ausmachen und mit den fünf neuen Wasserrettern wieder fünfzehn Einsatzkräfte zur Verfügung stehen.
Anhand einer Bilderschau gewährte der Vorsitzende einen Einblick in die Arbeit der Wasserwacht im abgelaufenen Jahr und verwies auch auf die zahlreichen sonstigen Veranstaltungen wie das wöchentliche Training, die monatlichen Dienstversammlungen, die Stunden für die Geräteinstandhaltung, die überörtlichen Veranstaltungen, Aus- und Fortbildungen und vieles mehr. Aber auch die Kameradschaft wurde gepflegt, sei es bei der Weihnachtsfeier, dem Wandertag oder der jährlichen Badefahrt.

Die aktuelle Terminplanung, so Urmann, sieht 56 Aktivitäten vor. Dabei sei das Training und die überörtlichen Aus- und Fortbildungen noch gar nicht enthalten. Die Termine seien auf der Homepage der Zwieseler Wasserwacht für jedermann einsehbar.
Ein besonderes Anliegen war es Urmann, den Unterschied zwischen einem Rettungsschwimmer (mit Badehose) und einem Wasserretter (mit Neoprenan-zug, Helm, Rettungsweste und Wurfsack) zu erklären. Annähern 1500 Euro müssten für so eine Ausrüstung zum persönlichen Schutz aufgewendet werden. „Kein Wasserretter springt ohne die erforderliche Schutzausrüstung in ein Fließgewässer“,so Urmann.

Die stellvertretende Jugendleiterin Ramona Weinberger berichtete, dass momentan rund 80 Jugendliche bis 18 Jahre betreut werden, wobei sich Jungs und Mädels etwa die Waage halten. Sie seien je nach Leistungsstand in vier Gruppen aufgeteilt. Die zwei Trainingsbahnen im ZEB seien montags immer gut ausgelastet.
An Aktivitäten habe man neben dem wöchentlichen Training und den Gruppenstunden eine Fahrt ins Palm Beach nach Stein bei Nürnberg, eine Schatzsuche am Großen Regen in Theresienthal und eine Schlauchbootfahrt unternommen. Beteiligt haben sich etliche Jugendliche auch am Grenzlandfesteinzug. Für dieses Jahr sind wieder einige Aktivitäten geplant. Schlauchboot-, Motorbootfahrt und der Besuch des Passauer Erlebnisbades sind bereits fest terminiert. Im Training wird nach der Revisionspause im Bad schwerpunktmäßig die Rettungsschwimm- und Jugendwasserretter-Ausbildung angegangen.
 
Die finanzielle Lage des Vereins sei trotz der hohen Ausgaben für Ausrüstungen stabil, dank der Rücklagen, die in den vergangenen Jahren angespart wurden, wie Theresa Ertl für die verhinderte Kassenwartin Daniela Fischer berichtete.

Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger zeigte sich angesichts der Berichte überrascht, was die Wasserwacht so alles mache. Eppinger lobte die tolle Jugendarbeit, mit 80 Jugendlichen könne die Wasserwacht zuversichtlich in die Zukunft schauen. Besonders bedankte sich Eppinger für die Unterstützung beim Aufsichtsdienst im ZEB und sagte eine weitere Unterstützung der Stadt zu.
 Willi Sitzberger als Vertreter der Kreiswasserwacht verwies auf die Instandhaltung der Gerätschaften, die einen jährlich hohen finanziellen Aufwand erfordern und die mittlerweile gestiegenen Kosten bei der Aus- und Fortbil-dung. Stellvertretender Geschäftsführer Christian Aulinger überbrachte Grußworte des neuen Geschäftsführers Franz Lobmeier und bedankte sich bei allen Aktiven für das hohe ehrenamtliche Engagement. Aulinger bedauerte, dass immer weniger Kinder das Schwimmen lernen. Die Durchführung von Schwimmkursen sei daher eine vordringliche Aufgabe. Die Wasserwacht in Zwiesel sei gut aufgestellt, auf sie sei stets Verlass.
 
Bei der Versammlung wurden auch Mitglieder für ihren aktiven Einsatz ausgezeichnet. Dabei wurden auch die pandemiebedingt ausgefallenen Auszeichnungen für die letzten Jahre nachgeholt. Fünf Jahre: Lukas Feldigel, Leopold Baier, Benedikt Plank, Luis Wildfeuer, Thomas Duschl. Mia Sager, Henry Gehr, Manuela Ernst, Alexandra Seibold, Florian Seibold, Laura Seibold, Luca Hornaschewitz, Julian Schreder, Hildegard Wypich; 10 Jahre: Anna Ertl, Theresa Ertl, Tamara Achatz, Valentin Baierl, Niklas Baumann, Karin Bierl; 15 Jahre: Maximilian Gehr; 20 Jahre: Daniel Mathe, Agnes Hofmann; 30 Jahre: Iris Beermann, Doris Hofmann, Wolfgang Schreder; 40 Jahre: Markus Kollmaier, Gerlinde Hawlik; 45 Jahre: Helene Haiplik, 55 Jahre: Horst Hawlik.
 
Vorsitzender Urmann bedankte sich bei allen Mitgliedern, die in vielfältiger Weise die Wasserwacht unterstützen. Ein Dank ging auch an den Kreisverband, die Stadt, die Bademeister und die Stadtwerkeleitung.