Termine


13.07.2024 - 13:00 Uhr:   Einmarsch Grenzlandfest
14.07.2024 - 13:00 Uhr:   SAN-Dienst Grenzlandfest
17.07.2024 - 19:00 Uhr:   Besuch Grenzlandfest

Water-Rescue-Cup wirft seine Schatten voraus

Wasserwacht organisiert erstmals internationalen Wasserretter-Wettkampf

PNP Bericht JHV 20240503

Zwiesel. In diesem Jahr betreten wir Neuland und das international, so der Vorsitzende Michael Urmann. Erstmals führen wir einen offenen Mannschaftswettbewerb für Wasserretter durch, der - so hoffen wir - auch Teilnehmer aus Tschechien und Österreich anziehen wird.

Zur Mitgliederversammlung konnte Vorsitzender Michael Urmann 22 Mitglieder begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem 3. Bürgermeister der Stadt Zwiesel, Jens Schlüter und dem Geschäftsführer Franz Lobmeier vom BRK-Kreisverband. Nach einer Schweigeminute zu Ehren der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder lieferte Technischer Leiter Markus Kollmaier den Tätigkeitsbericht über die letzten zwölf Monate.

Die Schnelleinsatzgruppe wurde zu vier Einsätzen gerufen. Zweimal ging es dabei um eine Person im Wasser, einmal rückten die Einsatzkräfte zu einer Vermisstensuche aus und ebenfalls einmal zu einer Großschadenslage, sprich Zugunglück. Die Sanitätskräfte waren beim Grenzlandfest an zwei Tagen gefordert. Erfreulich sei, so der Technische Leiter, dass durch eine kontinuierliche Fortbildung mittlerweile bei Einsätzen ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen.

Etliche der aktiven Mitglieder haben auch 2023 wieder Ausbildungen absolviert und sich weitergebildet. So konnte die Ortsgruppe zwei neu ausgebildete Sanitäter, einen Wasserretter und zwei Fließwasserretter begrüßen. Die Befähigung zum Führen eines Motorbootes mit gleichzeitigem Erwerb des amtlichen Motorboot-Führerscheins für Binnengewässer erwarben drei Mitglieder und ein Helfer ließ sich in das Führen eines Jet-Skis einweisen. Auch im laufenden Jahr, so Kollmaier, sind wieder eine Reihe von Aus- und Fortbildungen geplant.

In der Breitenausbildung konnte im Rahmen von zwei Schwimmkursen jeweils fünfzehn Kindern das Schwimmen beigebracht werden. Ferner wurde ein Lehrgang zum Erwerb des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens (DRSA) mit ebenfalls fünfzehn Teilnehmern angeboten. Diesen Nachweis benötigen insbesondere Sportlehrer und Übungsleiter. Erstmals nach der Pandemie wurde im November wieder die Jugend-Kreisschwimmmeisterschaft gemeinsam mit der Sparte Schwimmen des SC Zwiesel im Zwieseler Erholungsbad organisiert und durchgeführt.

Ein Hauptaugenmerk wurde im vergangenen Jahr auf den Übungs- und Fortbildungsbereich gelegt, teils mit der Wasserwacht-Jugend, den Kameraden und Kameradinnen von der Ortsgruppe Regen und der Kommunalen Jugendarbeit. Kollmaier nannte hier stellvertretend mehrere Motorboot-Übungsfahrten auf der Donau, Raft-Fortbildungen auf dem Regenfluss, die Fließwasserretter-Übung im hochwasserführenden Gr. Regen beim Fällenrechen, die Wasserretter-Übung mit den Notärzten und dem ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 15 am Steinbruch-Weiher in Prünst und die alljährliche Rettungsübung am Gr. Arbersee. Sieben Rettungsschwimmer stellten ihre Einsatzbereitschaft beim traditionellen Winterschwimmen im Regenfluss bei Nittenau unter Beweis.

Auch eine Reihe von sonstigen Aktivitäten gab es zu berichten. So beteiligte sich die Ortsgruppe am Tag der Rettungskräfte im Gustav-Kagerbauer-Stadion, am Sportschnuppertag der Realschule und am Grenzlandfesteinzug. Beim Sommernachts-Openair im Zwieseler Erlebnisbad (ZEB) wurde ein Essensstand betreut und die sanitätsdienstliche Absicherung übernommen, mit den Bewohnern der Dr.-Loew’schen Einrichtungen wurde ein Bootstag an der Donau gestaltet und auch ein Besuch im Kindergarten Rinchnach stand auf dem Programm. Natürlich durfte die alljährliche Badefahrt ins Palm Beach nicht fehlen, wo die Teilnehmer wieder jede Menge Spaß hatten.

Regelmäßig werden die Bademeister bei der Aufsicht im ZEB unterstützt. Hier leisten die Rettungsschwimmer wertvolle Dienste für die Stadtwerke bzw. die Stadt Zwiesel. Kollmaier berichtete, dass durch eine großzügige Spende neue Spinte für die Rettungswache angeschafft werden konnten. Jede Einsatzkraft hat nunmehr einen eigenen Spint. Damit ein her, ging eine größere Neustrukturierung der Wache, bei der von den Mitgliedern zahlreiche Arbeitsstunden geleistet wurden. Erforderlich war der Umbau auch um den Unfallverhütungsvorschriften Rechnung zu tragen. Zum Schluss seines Berichts bedankte sich der Technische Leiter bei allen Aktiven, bei der Stadt Zwiesel, den Stadtwerken und dem BRK-Kreisverband für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Cheftrainerin Tamara Achatz trug für den verhinderten Jugendleiter Sebastian Fischer den Bericht vor. Sie gab bekannt, dass derzeit 96 Kinder und Jugendliche im Training betreut werden. Dabei liege das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen etwa ausgeglichen bei 50:50 und die Jugendlichen machen etwa 30 Prozent der gesamten Mitglieder aus. Trainiert werde in vier Gruppen, wobei die jüngeren Kinder in den Gruppen Robben und Delfine von ihr betreut werden. Die mittlere Gruppe Rochen betreut Anna Ertl und die Jugendlichen werden vom stellvertretenden Jugendleiter Daniel Mathe in der Gruppe Haie trainiert. Außerdem finden regelmäßig auch Gruppenstunden in der Rettungswache statt. Großer Wert wird auf den Erwerb der Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen gelegt und durch Angebote im Rahmen von Übungen werden die Jugendlichen an den Wasserrettungsdienst heran geführt.

Auch den Bericht für die ebenfalls verhinderte Kassenwartin Daniela Fischer trug Tamara Achatz vor. Sie konnte von einem soliden Kassenstand berichten. Die Einnahmen generieren sich hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und aus den Erlösen des Schwimmwettkampfes und der Schwimmkurse. Als größte Ausgabeposten nannte sie die Anschaffung der Spinte, die Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstungen und den Unterhalt der Gerätschaften.

Vorsitzender Michael Urmann zeigte sich erfreut über die Kassenlage, die nur durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Geldern erreicht werden konnte. Es sei, so der Vorstand, schon erstaunlich wie viele Gelder da in Laufe eines Jahres ein- und ausgehen. Urmann gab bekannt, dass sich die Vorstandschaft angesichts der steigenden Aufgaben zu einer moderaten Erhöhung der Mitgliederbeiträge durchgerungen habe. Bei den Erwachsenen steigt der Mitgliedsbeitrag ab diesem Jahr um 5 Euro und bei den Kindern und Jugendlichen um 3 Euro. Einstimmig wurde der Kassenwartin und der Vorstandschaft von der Mitgliederversammlung Entlastung erteilt.

Vorsitzender Michael Urmann blickte mit einer Powerpoint-Präsentation auf das erfolgreiche Jahr zurück. Auch dieser Vortrag brachte nochmals die vielen Aktivitäten, die 2023 erfolgten in Erinnerung. Auch das Jahr 2024 ist von einer Reihe von Veranstaltungen geprägt. Erstmals wird es im Landkreis Regen einen Water-Rescue-Cup geben, bei der Wasserretter aus ganz Deutschland und aus den benachbarten Ländern Österreich und Tschechien ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen werden. Austragungsort ist der Schwarze Regen beim Kurpark im Stadtbereich Regen. Geplant und durchgeführt wird er in einer Gemeinschaftsaktion mit den Kameraden und Kameradinnen der Ortsgruppe Regen. Im Bereich Jugendaktivitäten hob er das Jugendzeltlager am Höllensteinsee hervor, für das die Wasserwacht Viechtach ihre Diensthütte zur Verfügung stellt. Auch Urmann bedankte sich bei allen, die die Wasserwacht unterstützen.

3. Bürgermeister Jens Schlüter hob den Stellenwert der Wasserwacht bei der Stadt Zwiesel hervor und bedankte sich für die Unterstützung im ZEB. Hier sind alle gefordert, sich gemeinsam anstrengen, um unser schönes Bad zu erhalten. Gerade damit die Kinder auch eine Möglichkeit haben das wichtige Schwimmen zu erlernen müsse das Bad erhalten werden. Auch Franz Lobmeier, Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes wies auf die Wichtigkeit des Bädererhalts hin. Besonders das Zwieseler Erlebnisbad habe eine Strahlkraft über die Region hinaus. Lobmeier zeigte sich erfreut, dass in Zwiesel eine gute Mannschaft innerhalb des Roten Kreuzes besteht und wörtlich sagte er: „Bei der Wasserwacht in Zwiesel ist alles schwer in Ordnung.“ Auch BRK-Bereitschaftsleiter Michael Karl bedankte sich für die harmonische Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung. Die beispielhaft funktioniere. Dies sehe man gerade auch hier im Einsatzzentrum, hier arbeiten die beiden Organisationen reibungslos zusammen.

Bei der Versammlung konnten auch wieder eine Reihe von Auszeichnungen vorgenommen werden. Die Auszeichnungsspange für aktive Mitgliedschaft erhielten: 5 Jahre: Kerstin Lorenz, Leni Kroner, Emma Lorenz, Heidi Schmiechen, Thomas Schmiechen, Leon Kreuzer, Anna Mittmann, Thorsten Mittmann, Christoph Schwarz, 10 Jahre: Emily Hornaschewitz, Manuel Lorenz, Daniela Fischer, Julia Gehr, 20 Jahre: Anna Gobbo-Breu, Alexander Kollmaier, Karl-Heinz Hofmann, 30 Jahre: Sabrina Hofmann, Marion Schreder, Manuela Topolski, Karol Golbik, 45 Jahre: Martin Ibrom. Eine besondere Ehrung erhielten die aktiven Wasserwachtler Nobert Seidl und Josef Schreder. Seidl kann auf ein halbes Jahrhundert aktiver Mitarbeit zurückblicken, Schreder sogar auf 55 Jahre. Vorsitzender Urmann gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die beiden die Wasserwacht noch viele Jahre unterstützen.

- scj.