Generationswechsel bei der Wasserwacht
Michael Urmann zum neuen Vorsitzenden gewählt – Einsätze werden mehr

20170328 PNP Bericht Jahreshauptversammlung

Die neue Vorstandschaft der Wasserwacht Zwiesel (v.l.): Die beiden Technischen Leiter Markus Kollmaier und Wolfgang Schreder, BRK Kreisverbands-Vorsitzender Walter Fritz, die beiden Jugendleiter Sebastian Fischer und Daniel Mathe, der neue 1. Vorsitzende Michael Urmann, seine Stellvertreter Franz Breu und Josef Schreder, Kreiswasserwacht-Vorsitzender Franz-Josef Hock, der neue Kassenwart Herbert Göstl und Kreisgeschäftsführer Günther Aulinger.

 

Nicht ganz einfach war bei der Wasserwacht die Suche nach einem neuen Vorsitzenden, nachdem Sepp Schreder für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Mit Michael Urmann übernimmt jetzt ein erfahrener Wasserwachtler – er ist seit seinem elften Lebensjahr Mitglied der Organisation – das Steuerrad. Er erhielt bei der Jahreshauptversammlung das uneingeschränkte Vertrauen aller Stimmberechtigten.

Sepp Schreder wechselt in die zweite Reihe und wurde ebenso wie Franz Breu zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. 40 Jahre ist Sepp Schreder bereits in der Vorstandschaft aktiv, davon 13 Jahre als Vorsitzender der Ortsgruppe Zwiesel. Während seiner Amtszeit prägte Sepp Schreder den Verein maßgeblich und steuerte das Wasserwachtsboot als Kapitän stets sicher durch die Jahre. Er übergab das Amt nun an die nächste Generation, wird aber weiterhin als stellvertretender Vorsitzender aktiv am Vereinsleben mitwirken und mit seiner großen Erfahrung den neuen Vorstand unterstützen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Technischer Leiter Markus Kollmaier und zweiter Technischer Leiter Wolfgang Schreder. Die Kassengeschäfte übernimmt Herbert Göstl. Auch bei den Jugendleitern gab es keine Veränderung. Mit Sebastian Fischer und Daniel Mathe bleibt die erfolgreiche Jugendarbeit in den bewährten Händen.

Zur Mitgliederversammlung im Rotkreuzhaus konnte der bisherige Vorsitzende neben einer Reihe von Ehrengästen eine stattliche Anzahl von Mitgliedern begrüßen. In ihren Rechenschaftsberichten gingen die Verantwortlichen auf die Aktivitäten des vergangen Jahres ein. Von einer erneuten Zunahme der Einsatzzahlen konnte Technischer Leiter Markus Kollmaier berichten. Immer öfter komme es vor, dass die Schnelleinsatzgruppe (SEG) von der Integrierten Leitstelle zu Einsätzen verschiedener Art angefordert wird. Insbesondere die Rettung von verunglückten Kanufahrern auf dem Regen hob er hervor. Er verwies auf einen Großeinsatz bei Schweinhütt, bei dem 27 Schülern einer auswärtigen Gruppe bei ihrer Bootstour auf dem Regen von einem Unwetter überrascht wurden und von den Rettungskräften von einer Insel im Regen geborgen werden mussten. Dank des schnellen Einsatzes kam dabei keiner der Schüler zu Schaden. Mehrmals gefordert war die SEG bei der Suche nach vermissten Personen und Kanufahrern. Zunehmen würden auch die Einsätze außerhalb von Zwiesel, bei denen die Einsatzkräfte im Rahmen der Nachbarschaftshilfe tätig werden. Kollmaier erinnerte in diesem Zusammenhang an den Hochwassereinsatz bei Schnitzmühle in Viechtach. Ohne Probleme verlief bisher die Einführung des Digitalfunks. Hier konnte die Zwieseler Gruppe eine optimale Ausstattung mit Funkgeräten erreichen. Die Funkausbildung absolvierten alle eingesetzten Mitglieder der SEG. Während die neue Technik bei Übungen bereits genutzt wird, warte man nunmehr auf die bevorstehende Einführung auch bei Einsätzen. Von einer geordneten Kassenführung durch den bisherigen Kassenwart Michael Urmann berichteten die Kassenprüfer Anna Gobbo und KarlHeinz Hofmann. Trotz der hohen Ausgaben zum Unterhalt der Rettungsgeräte konnte ein kleines Plus erwirtschaftet werden, so dass die Ortsgruppe mit einem soliden Kassenbestand die künftigen Aufgaben erledigen kann. Ohne die Mithilfe vieler Helfer bei den Veranstaltungen zur Mittelbeschaffung wäre die Ortsgruppe nicht in der Lage, das hohe Niveau bei den Gerätschaften zu halten. Urmann dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich in der Mittelbeschaffung engagieren.

Erfreulich zeigt sich auch die Entwicklung in der Jugendarbeit. Jugendleiter Sebastian Fischer konnte von vielerlei Aktivitäten bei den Jugendlichen berichten. Die wichtigsten Unternehmungen waren das dreitägige Zeltlager in Mittenwald mit Raftausbildung auf der Isar, die Durchführung des Ferienprogramms mit Schlauchbootfahrt auf dem Regen bei Gumpenried und der Badeausflug nach Stein bei Nürnberg ins Palm Beach. Während der Schließzeit des Zwieseler Erlebnisbades besichtigten die Jugendlichen den Trinkwasserhochbehälter Lindberg, wo sie viel Wissenswertes über unser Trinkwasser erfuhren. Beim Besuch der Kläranlage verfolgten sie die Reinigung des Abwassers und in den Unterirdischen Gängen erzählte Stadtführerin Marita Haller viel Mystisches über Zwiesels Unterwelt. Erfreulich sei die Mitgliederzahl der Jugend. In zwei Jugendgruppen werden 67 Jugendliche betreut, davon 33 Buben und 34 Mädchen. Statistisch gesehen seien dies rund 23 Prozent der gesamten Mitglieder der Ortsgruppe. An oberster Stelle stehe das Schwimmtraining jeden Dienstag im ZEB. Gruppenstunden rundeten das Jungendprogramm ab. Fischer dankte dem zweiten Jugendleiter Daniel Mathe und den beiden CoTrainerinnen, Claudia Bastl und Ramona Weinberger für die Unterstützung sowie den Verantwortlichen im Verein, die stets ein offenes Ohr für die Jugendarbeit haben.

In den Grußworten lobten die Ehrengäste, Walter Fritz als Vorsitzender des BRKKreisverbandes, der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Regen, Franz Josef Hock und Kreisgeschäftsführer Günther Aulinger die hervorragende Arbeit der Ortsgruppe Zwiesel, die stets den ihr gestellten Aufgaben gerecht werde. Dem neuen Vorsitzenden versicherten sie eine weiterhin gute Zusammenarbeit und bestmögliche Unterstützung. BRK Bereitschaftsleiter Michael Karl sprach die in der Vergangenheit gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen den beiden örtlichen Gruppen an und bot dies auch für die Zukunft an.

Für aktive Mitarbeit wurden folgende Mitglieder ausgezeichnet: Sofia Göstl und Lukas Hartl für fünf Jahre, Claudia Bastl, Ramona Weinberger, Cindy Urmann und Anita Kollmaier (10 Jahre), Sebastian Fischer (15 Jahre), Michael Urmann (20 Jahre), Martin Ibrom (40 Jahre) und Franz Breu für 45 Jahre.

Abschließend wies der neue Vorsitzende Michael Urmann auf die vom Landtag beschlossene Helfergleichstellung hin, die für die Einsatzkräfte der Wasserwacht bei Einsätzen nun auch eine Lohnfortzahlung gewährleiste und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er setze auf den Wahlspruch der Wasserwacht, aus Spaß am Sport und aus Freude am Helfen und sei zuversichtlich, dass das "Wasserwachtsschiff" auch zukünftig in ruhigen Gewässern steuere.

 

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Die Geehrten mit den Ehrengästen Walter Fritz (li.), Günther Aulinger und Franz Josef Hock (1. u. 3. v. r).