Schwimmen

Schwimmen

Der Fachdienst Schwimmen befasst sich mit der Nichtschwimmerausbildung sowie der Verbesserung der Schwimmtechnik der Bevölkerung.

Wer nicht schwimmen kann, muß das Wasser fürchten. Verliert er den Grund unter den Füßen, gerät er leicht in Panik – und das bedeutet Lebensgefahr. Vor allem Kinder sollten Schwimmen lernen, denn sie schaffen es leichter als Erwachsene. Sie verlieren die Angst vor dem Wasser, lernen aber auch die Gefahren des nassen Elements kennen. Und das ist wichtig.

Schwimmen hält Herz und Kreislauf fit. Vor allem für körperlich behinderte Menschen ist Schwimmen oft eine wichtige Therapie. Denn sie können sich im Wasser leichter bewegen als auf dem Land. Freiwillige der Wasserwacht helfen gerne.

Auch die verschiedenen Abzeichen werden hier abgenommen.

Rettungsschwimmen

Rettungsschwimmen

Die Ausbildung im Schwimmen und Rettungsschwimmen, sowie die Ausbildung der Ausbilder sind die wichtigsten Aufgaben der Wasserwacht.
Von ihrer Qualität können Gesundheit und Leben der Auszubildenden und der zu Rettenden abhängen.

Voraussetzung ist für alle Rettungsschwimmabzeichen ist ein Erste-Hilfe-Lehrgang, nicht älter als 3 Jahre, körperliche und geistige Eignung.

Inhalt der Ausbildung zum Rettungsschwimmen ist eine theoretische Unterweisung sowie praktische Übungen im Wasser wie z.B.
- Erlernen von Befreiungsgriffen zur Abwendung von Gefahrensituationen für den Retter
- Erlernen von verschiedenen Rettungsgriffen im Wasser
- Bergung Verunglückter aus dem Gefahrenbereich
- Retten mit Hilfsmittel
- Versorgung des Verunglückten

Die erfolgreiche Teilnahme an unseren Rettungsschwimmkursen wird durch die Deutschen Rettungsschwimmabzeichen bestätigt.

Die zu erbringenden Leistung können sie bei den ~ Abzeichen nachlesen.

Naturschutz

Natur- und Gewässerschutz

Zehn goldene Regeln für das Verhalten von Wassersportlern in der Natur

Helfen Sie mit, die Lebensmöglichkeiten von Pflanzen und Tierwelt in Gewässern und Feuchtgebieten zu bewahren und zu fördern. Auch bei uns in Mitteleuropa sind viel zu viele Pflanzen und Tierarten bereits in ihrem Bestand gefährdet.
Die Bemühungen für den Schutz der Natur kommen letztlich auch dem Menschen selbst zugute, denn er ist nicht nur Teil der Natur, sondern benötigt für sein Wohlergehen eine intakte Umwelt.

Beachten Sie insbesondere die folgenden Regeln:

1. Meiden Sie das Einfahren in Röhrichtbestände, Schilfgürtel, Ufergehölze und in alle sonstigen dicht und unübersichtlich bewachsenen Uferpartien. Meiden Sie darüberhinaus Kies-, Land- und Schlammbänke (Rast- und Aufenthaltsplatz von Vögeln).
Meiden Sie auch seichte Gewässer (Laichgebiete), insbesondere solche mit Wasserpflanzen.

2. Halten Sie einen ausreichen- den Mindestabstand zu Röhrichtbeständen, Schilfgürteln und anderen unübersichtlich bewachsenen Ufergehölzen - auf großen Flüssen beispielsweise 30 bis 50 Meter. Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Vogelansammlungen auf dem Wasser, wenn möglich mehr als 100 Meter.

3. Befolgen Sie in Naturschutzgebieten unbedingt die geltenden Vorschriften. Häufig ist Wassersport in Naturschutzgebieten ganzjährig, zumindest aber zeitweilig völlig untersagt oder nur unter ganz bestimmten Bedingungen möglich. Wildwasserfahrer dürfen unter keinen Umständen das Flußbett verändern, etwa durch Ausräumen störender Felsbrocken.

4. Nehmen Sie in ,,Feuchtgebieten internationaler Bedeutung“ bei der Ausübung von Wassersport besondere Rücksicht. Diese Gebiete dienen als Lebensstätte seltener Tier- und Pflanzenarten und sind daher besonders schutzwürdig.

5. Benutzen Sie beim Landen die dafür vorgesehenen Plätze oder solche Stellen, an denen sichtbar kein Schaden angerichtet werden kann.

6. Nähern Sie sich auch von Land her nicht Schilfgürteln und der sonstigen dichten Ufervegetation, um nicht in den Lebensraum von Vögeln, Fischen, Kleintieren und Pflanzen einzudringen und diese zu gefährden.

7. Laufen Sie im Bereich der Watten keine Seehundbänke an, um die Tiere nicht zu stören oder zu vertreiben.
Halten Sie mindestens 300 bis 500 Meter Abstand zu Seehundliegeplätzen und Vogelansammlungen.Bleiben Sie hier auf jeden Fall in der Nähe des markierten Fahrwassers. Fahren Sie mit langsamer Fahrstufe.

8. Beobachten und fotografieren Sie Tiere nur aus der Ferne.

9. Helfen Sie das Wasser sauber zu halten. Abfälle gehören nicht ins Wasser, z. B. der Inhalt von Chemietoiletten. Diese Abfälle müssen genauso wie Altöle in bestehenden Sammelstellen der Häfen abgegeben werden. Benutzen Sie in Häfen ausschließlich die sanitären Anlagen an Land. Lassen Sie beim Stilliegen den Motor Ihres Bootes nicht unnötig laufen, um die Umwelt nicht zusätzlich durch Abgase zu belasten.

10. Informieren Sie sich vor Ihren Fahrten über die für Ihr Fahrtgebiet bestehenden Bestimmungen und sorgen Sie dafür, daß diese Kenntnisse und Ihr eigenes vorbildliches Verhalten gegenüber der Umwelt auch an die Jugend und an nichtorganisierte Wassersportler weitergegeben werden.

Motorboot

Motorbootführen

 

So mancher Boots-Fan ärgert sich über die Wasserwacht, wenn sie mit schnellen Rettungsbooten über Gewässer flitzt, auf denen Motorboote allgemein verboten sind: Die dürfen warum ich nicht? Die Wasserwacht freilich fährt nicht zum Vergnügen. Es geht um schnelle Rettung von Verunglückten weitab vom Ufer.

Den hohen Stellenwert der wasserwachtinternen Bootsführerausbildung belegt die Tatsache, dass das Befähigungszeugnis zum Führen eines Motorrettungsbootes dem staatlich anerkannten Motorbootführerschein Binnen "A" gleichgestellt ist. Tatsächlich wird der Wasserwacht-Bootsführer nach den amtlichen Kriterien geprüft, wobei zusätzlich noch ein wasserwachtspezifischer Prüfungsteil abgelegt werden muss.

Die Einsatzfahrten konzentrieren sich vornehmlich auf Schwimmer, Segler und Surfer. Oftmals wird auch Erste Hilfe an Bord von Sportbooten geleistet, wie zum Beispiel die Erstversorgung von Frakturen oder aber auch ein Transport vom Patienten ans Land.

Kündigt der Wetterbericht im Hochsommer der Durchzug einer Kaltfront an, so stehen viele Wasserwacht-Bootsbesatzungen, über die Rettungsleitstelle mittels Funkmeldeempfänger alarmierbar (Notruf 112), zur Verfügung, um schnell die Mannschaften von in Not geratenen Booten zu retten oder um unterkühlte Surfer ans sichere Ufer zu bringen.

Auch die Sicherung von Segelregatten gehört zu den vielfältigen Aufgaben der Wasserwacht. Gerade der Regattasegler sieht oft nur das Ziel, weniger aber die Wetterentwicklung. Es kommt immer wieder vor, dass ein Segelboot - ob Jolle oder Kielyacht - kentert bzw. vollschlägt und sinkt. Wohl der Besatzung, die rechtzeitig ihre Rettungswesten angelegt hat. Schon mehrmals sind Wasserwacht-Mann-schaften gerade noch rechtzeitig gekommen, um eine Tragödie zu verhindern.

Um Unfälle und bedrohliche Situationen für Retter und Gerettete zu vermeiden, raten die Wasserwachtler allen Wassersportlern, sich vorbeugend auf die Wetterentwicklung zu konzentrieren, als sich nachher auf die technischen Einrichtungen wie Sturmwarnanlagen oder den Rettungsdienst zu berufen.

Die Wasserwacht-Flotte führt neben dem Rettungsdienst auch Aufgaben des Natur- und Gewässerschutzes durch. Dieser beschränkt sich vornehmlich auf vorbeugende Maßnahmen. Personen, die oftmals aus Unwissenheit gegen die Gebote des Natur- und Gewässerschutzes verstoßen, werden von den Besatzungen belehrt und nötigenfalls aufgefordert, ihr regelwidriges Verhalten umgehend einzustellen.